Zahnimplantate

Die Implantologie ist ein bewährter und seit vielen Jahrzehnten etablierter Zweig der Zahnheilkunde. Fehlende Zähne werden durch Implantate natürlich und ästhetisch ersetzt. Bei mehreren fehlenden Zähnen können auch eine Brücke oder herausnehmbarer Zahnersatz auf Implantaten verankert werden. Die wohl wichtigste Eigenschaft von Zahnimplantaten ist die, dass sie bei guter Pflege einen lebenslangen Zahnersatz gewährleisten, der eine optimale Kaufunktion bietet und ästhetisch höchsten Ansprüchen gerecht wird. Zahnimplantate sind für fast alle Patienten geeignet und stellen eine bewährte und moderne Alternative oder Ergänzung zu herkömmlichen Brücken und Prothesen dar.

Das aus Titan oder Keramik bestehende Zahnimplantat wird meistens minimalinvasiv in den Kieferknochen eingesetzt und übernimmt die Aufgabe der festen Verankerung für den Zahnersatz. Je nach Behandlungsfall kann ein Implantat sofort genutzt werden oder es folgt eine Einheilungsphase von vier Wochen bis hin zu sechs Monaten.

Der spätere Zahnersatz (Krone/Brücke/Prothese), der von den Implantaten getragen wird, lässt sich genau an die Farbe Ihrer natürlichen Zähne anpassen und bildet somit eine naturnahe Lösung, die höchste Anforderungen erfüllt.

Ein Implantat beugt einem Abbau Ihres Knochens (Knochenatrophie) vor, was bei Zahnlücken und herkömmlichen Prothesen häufig auftritt. Implantatgestützter Zahnersatz belastet die natürlichen Zähne nicht, da dieser fest im Kiefer verankert ist und die Nachbarzähne werden geschont, da ein Beschleifen gesunder Zähne nicht mehr notwendig ist.

Eine Implantation ist in der modernen Zahnheilkunde eine sehr sichere Therapie. Jedoch sollte der operative Eingriff von einem chirurgisch speziell geschulten Zahnmediziner mit großer Erfahrung durchgeführt werden, um für Sie ein optimales Ergebnis bezüglich der Langlebligkeit und Stabilität Ihres Implantats zu gewährleisten.

Verlängerte Garantie auf 5 Jahre

Wir bieten unseren Patienten auf Wunsch unter Berücksichtigung des individuellen Zahnstatus eine Verlängerung der gesetzlich geregelten Gewährleistung/Garantie für implantatgetragenen Zahnersatz auf 5 Jahre an.

Diese Garantie gilt sowohl für Privatpatienten als auch für gesetzlich Versicherte. Sie ist mit einer zweimal jährlichen Inanspruchnahme einer zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung sowie einer professionellen Zahnreinigung verbunden.

1. Knochenaufbau

Damit ein Implantat erfolgreich einheilt, muss genügend Knochensubstanz im Kiefer vorhanden sein. Manchmal ist der Kieferknochen durch Zahnbetterkrankungen oder nach langjährigem Zahnverlust stark zurückgebildet. Der Kieferknochen kann mit körpereigenem oder synthetischem Material schonend wieder aufgebaut werden. Mit dem Knochenaufbau wird ein belastbares Implantatbett geschaffen, das der künstlichen Zahnwurzel eine stabile und dauerhafte Verankerung ermöglicht. Mit dieser neuartigen, hochmodernen Methode kann heutzutage auch den Patienten geholfen werden, für die bis vor kurzer Zeit Implantate nicht geeignet waren.

2. Zahnimplantate und Allergien

Titan enthält keinerlei allergene Bestandteile und daher ist bisher auch keine Allergie gegen Titan nachgewiesen worden. Titanimplantate werden seit über 50 Jahren mit Erfolg verwendet. In seltenen Fällen kann es aber zu einer gering erhöhten Entzündungsreaktion des Körpers auf Titan kommen. Dies kann auf Wunsch durch spezielle anerkannte immunologische Tests mit einer einfachen Blutprobe untersucht werden. Speziell für Patienten, die keine Titanoberfläche wünschen, verwenden wir auch zusätzlich Implantate mit einer Keramikoberfläche.

3. Zahnimplantate und Zahnersatz

Einzelzähne und Brücken auf Implantaten

Fehlen einzelne Zähne oder auch mehrere Zähne in einer Reihe, so stellen Zahnimplantate die hochwertigste Lösung dar, um diese Zähne zu ersetzen. Durch Zahnimplantate ist es möglich, die Ästhetik eines Zahnes zu rekonstruieren und das Beschleifen von gesunden Zähnen zu verhindern. Fehlen Zähne am Ende der Zahnreihe, so können diese nur durch Implantate festsitzend und langfristig ersetzt werden.

Feste dritte Zähne an einem Tag

Wenn nur noch wenige, nicht erhaltungswürdige Zähne vorhanden sind, oder wenn bereits ein kompletter Zahnverlust in einem Kiefer eingetreten ist, kann diese spezielle Behandlung angewendet werden. Auch Angstpatienten profitieren enorm von dieser Versorgung.

Nach der Insertion von Zahnimplantaten können diese noch am gleichen Tag mit festen Zähnen versorgt werden. Dadurch gewinnen Sie als Patient in nur einem Tag ein Maximum an Komfort und Ästhetik. Oftmals werden durch diese Behandlungstechnik auch langwierige Knochenaufbauten vermieden.

Implantat gestützte Zahnprothesen

Zahnimplantate als Prothesenanker

Falls Sie unter wackelnden, schlecht passenden oder sogar herunterfallenden Zahnprothesen leiden, können Zahnimplantate als Unterstützung die Lösung für Ihre Zahnprobleme sein. Als solide Pfeiler fixieren Zahnimplantate die Prothese und verhelfen Ihnen wieder zu einem festen Biss und zu einem herzlichen Lächeln.

Zahnimplantate erhalten verbliebene Restzähne

Auch als Unterstützung für wenige noch verbliebene Zähne sind Zahnimplantate heute in der modernen Medizin unverzichtbar. Als zusätzliche Pfeiler unterstützen Sie Ihre eigenen noch vorhandenen Zähne und tragen somit signifikant zu deren längerem Überleben bei. Ganz nebenbei verbessert sich auch der Halt und die Kauqualität Ihrer Zahnprothese. Hierfür gibt es verschiedene Befestigungsoptionen, die im Einzelfall abgewogen werden müssen. Das Portfolio reicht von Stegen, Teleskopen, Druckknöpfen bis zu Kugelknöpfen. Gemeinsam finden wir die für Sie optimale Therapie.

4. Sind Implantate für jeden Menschen geeignet?

Grundsätzlich können Implantate fast jedem erwachsenen Patienten helfen, wobei es auch kein „zu alt“ gibt. Die Aussage, dass „zu wenig Knochen“ für ein Implantat vorhanden ist, hat heutzutage keine Daseinsberechtigung mehr. Durch moderne Operationstechniken, Implantatdesigns und Knochenersatzmaterialen kann heute jeder gesunde Mensch mit Implantaten behandelt werden. Wichtig ist eine gute Mundhygiene und eine eventuell vorhandene Parodontitis muss vorab behandelt werden.

Bei bestimmten allgemeinen Erkrankungen sollte man eine Versorgung mit Implantaten sorgfältig abwägen. Dies erfolgt in einem ausführlichen, individuellen Beratungsgespräch.

5. Welchen Vorteil bieten Implantate bei größeren Zahnlücken?

Fehlen im Kiefer mehrere Zähne in einer Reihe, kann eine Zahnlücke zu groß werden, um sie mit einer festsitzenden Brücke zu schließen. Hier helfen Implantate. Von Implantaten getragener, festsitzender Zahnersatz fühlt sich an wie echt und ermöglicht es, auch große Lücken zu schließen. Sie können bei richtiger Pflege ein Leben lang halten. Das Implantat ist im Kieferknochen verankert und somit bildet sich dieser nicht zurück (wie etwa unter Brücken oder Prothesen). Das Bissgefühl ist deutlich sicherer, nichts kann verrutschen oder etwa beim Essen oder Sprechen herausfallen. Die Aussprache ist so normal wie mit natürlichen Zähnen.

6. Gibt es Erkrankungen, die eine Implantation ausschließen?

Einige Erkrankungen können eine Behandlung mit Implantaten ausschließen, dazu gehören eine unbehandelte Parodontitis und ein unbehandelter oder schlecht eingestellter schwerer Diabetes. Eine Gegenanzeige für eine Implantatbehandlung stellen ebenfalls bestimmte Knochenleiden, Störungen der Blutgerinnung und Wundheilung, Immunschwäche, schwerwiegende Allgemeinerkrankungen (z. B. Leukämie), Drogen- und Medikamentenmissbrauch, Strahlentherapie an Kopf und Hals und manchmal auch psychische Erkrankungen dar. Rauchen ist ein erheblicher Risikofaktor für den langfristigen Erhalt der Implantate. Denn bei Rauchern heilen Implantate signifikant schlechter ein und lockern sich häufiger als bei Nichtrauchern. Ausgeprägtes stressbedingtes Zähneknirschen (Bruxismus) stellt ebenfalls einen Risikofaktor dar.

7. Wie viele Zahnimplantate werden benötigt?

Anatomische, funktionelle, zeitliche sowie finanzielle Faktoren führen zu einer individuell sehr unterschiedlichen Implantatanzahl bei unterschiedlichen individuellen Behandlungsfällen. Jeder verloren gegangene Zahn kann z.B. durch ein Implantat ersetzt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit mit einer möglichst geringen Implantatanzahl eine funktionierende Zahnersatzversorgung herzustellen.

8. Welche Risiken gibt es, ein Implantat zu verlieren?

In den seltenen Fällen eines Implantatverlustes tritt dieser meistens in der Phase der Einheilung auf. Hierfür verantwortlich sind unter anderem Entzündungen des Knochengewebes. Der Knochen um das Implantat wird abgebaut. Dies hat zur Folge, dass sich die Titanwurzel nicht mit dem Knochen verbinden kann. Starkes Rauchen oder eine unzureichende Mundhygiene gefährden dagegen den Langzeiterfolg maßgeblich.

9. Wie wird die Implantation durchgeführt? Wie werden Zahnimplantate eingesetzt?

In der Regel wird die Implantation ambulant unter örtlicher Betäubung vorgenommen. Auf Wunsch auch in Sedierung. Sobald die Betäubung wirkt, wird die Mundschleimhaut über dem Kieferknochen mit einem kleinen Schnitt geöffnet, vorsichtig der Kieferknochen freigelegt und das „Implantatbett“ in den Knochen gefräst. Das Implantatbett entspricht in seiner Form dem einzusetzenden Implantat. Dieses wird anschließend eingesetzt, mit einer Deckschraube versehen und die Mundschleimhaut wieder geschlossen. Nach der Einheilung des Implantats in den Knochen muss das Implantat zur weiteren Behandlung wieder freigelegt werden. Die Einheilzeit kann zwischen vier Wochen bis hin zu sechs Monaten betragen.

10. Welche Arten an Zahnimplantaten gibt es?

Zahnimplantate können sich in mehrfacher Hinsicht unterscheiden.

Vorwiegend werden Implantate aus dem Material Titan verwendet. Allerdings ist nach sorgfältiger Abwägung verschiedener Faktoren wie Immunsystem und Versorgungsart auch eine Insertion von Keramikimplantaten möglich oder notwendig. Ebenso gibt es Unterschiede in der Länge oder im Durchmesser. Hier differenziert man zusätzlich zwischen Miniimplantaten, „short implants“ und konventionellen Implantaten.

11. Wann ist das Einsetzen von Implantaten notwendig?

Implantate bieten eine medizinisch sinnvolle, langlebige und meistens ästhetisch hochwertigere Alternative zu herkömmlichem  Zahnersatz mit Brücken oder Prothesen.

Ab einer gewissen Anzahl fehlender Zähne ist eine Implantation notwendig, um eine herausnehmbare Prothese zu vermeiden. Gleiches gilt für den Ersatz fehlender, endständiger Zähne.

Viele Patienten, die bereits eine Zahnprothese tragen, leiden unter schlechter Kauqualität, mangelnder Ästhetik, eingeschränktem Komfort und Geschmacksverlust. Wenn dieser Zustand verbessert werden soll, ist häufig die Insertion von Zahnimplantaten notwendig.

12. Wie lange hält ein Implantat?

Implantate können ein Leben lang halten. Zu dieser Erfolgsgeschichte gehören verschiedene Faktoren. Zum einen die sorgfältig geplante und durchgeführte Therapie durch einen spezialisierten Zahnarzt zusammen mit einer regelmäßigen Kontrolle und Prophylaxe (Link). Zum anderen die gründliche Pflege der Implantate durch die Patienten.

In manchen Fällen kann nach sehr langer Nutzungsdauer der Austausch des Zahnersatzes, der vom Implantat getragen wird, erforderlich sein. Das Implantat wird in diesen Fällen aber weiterhin genutzt, so dass keine neue Operation notwendig ist.

13. Was kosten Implantate?

Diese Frage kann leider nicht pauschal beantwortet werden. Jeder Patient ist einzigartig und so wird auch jede Implantation individuell, besprochen, geplant und schließlich umgesetzt.

Sie erhalten von uns immer ein Therapieangebot, das für Sie maßgeschneidert ist und in dem die Kosten transparent für Sie dargestellt werden.

Dieses Angebot können Sie dann an private Krankenversicherungen, Zusatzversicherung, Beihilfestellen oder Unfallkassen weiterleiten, um sich vor Beginn der Therapie eine Kostenübernahme zusichern zu lassen.

Von den gesetzlichen Krankenkassen erhalten Sie einen Festzuschuss für die Versorgung mit Zahnersatz auf Implantaten.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Zahnimplantate nur in sehr seltenen Fällen, wie nach Tumorerkrankungen im Bereich der Zähne oder wenn mehr als die Hälfte der Zähne eines Kiefers nicht angelegt sind.

14. Was ist eine Sofortimplantation?

Unter einer Sofortimplantation versteht man ein Verfahren, bei dem ein Zahnimplantat meist in gleicher Sitzung direkt nach der Zahnextraktion in den Kiefer eingebracht wird. Hierdurch kann wertvolle Zeit bei der Heilung bis zur Belastbarkeit des Implantation gespart werden.

Die Sofortimplantation darf nicht verwechselt werden mit der Sofortbelastung von Implantaten. Unter sofortbelasteten Implantaten versteht man gesetzte Implantate, die unmittelbar nach Insertion mit provisorischem Zahnersatz versorgt werden können, vorausgesetzt gute Knochenqualität und ausreichendes  Knochenvolumen ist vorhanden.